Cloud Computing: Warum der Weg in die Cloud unabdingbar ist

Kontrollverlust über die eigenen Daten und ein zu großes Sicherheitsrisiko – insbesondere die Finanzbranche begegnete dem Cloud Computing mit großer Skepsis. Im Laufe der Zeit haben sich diese Vorbehalte zerschlagen, sodass die Cloud auch für Banken immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Doch die Gretchenfrage bleibt: Wie gelingt ein erfolgreicher Einstieg?

Lange Zeit wurde Cloud Computing als ein virtuelles Abenteuer betrachtet, von dem man aus Sicherheitsgründen besser die Finger ließ. Mittlerweile sind sich IT-Entscheider einig, dass in den Cloud Services die Zukunft der Banken liegt. Nicht verwunderlich ist also, dass circa 75 Prozent der Finanzhäuser Cloud-Lösungen fest in ihre langfristige IT-Strategie verankert haben (Quelle: PwC-Studie „Cloud Computing im Bankensektor 2021“)*.

Sicher in die Cloud

Geprägt von der Arbeit mit sensiblen Kundendaten, hat in der Finanzbranche neben der Sicherheit auch die Einhaltung aller Regulierungs- und Compliance-Vorgaben höchste Priorität. Viele Banken treten Cloud-Lösungen daher trotz der Vielzahl an Vorteilen skeptisch entgegen. Grund dafür sind vor allem die jeweiligen Datenschutzregelungen, die insbesondere in der Finanzbranche von höchstem Wert sind, da sensible Kundendaten sicher verwaltet und verarbeitet werden müssen. Speziell amerikanische Hyperscaler wie Amazon, Google & Co. haben sich daher auf die hohen Sicherheitsanforderungen ihrer stark regulierten Kunden aus der Finanzbranche eingestellt. Um ihren Klienten einen Einstieg in die Cloud ohne Sicherheitsrisiko zu ermöglichen, setzen diese auf hohe und transparente Sicherheitsstandards beispielsweise durch lokale Rechenzentren in Europa, effektive Backup-Resilienz sowie den Einsatz intelligenter Sicherheitssysteme. Dabei werden mithilfe hochtrainierter und selbstlernender KI Datenströme in Echtzeit analysiert, um Netzwerkanomalien frühzeitig erkennbar zu machen. Diese Früherkennung verhindert Schäden schon bevor diese durch Angriffe oder Störungen entstehen können.

Public Cloud auf dem Vormarsch

IT-Entscheider von Finanzdienstleistern haben die Qual der Wahl, wenn es um die Entscheidung des passenden Cloud Modells geht: Grundsätzlich wird zwischen Private Cloud, Public Cloud und Hybrid Cloud unterschieden.

Da die Private-Cloud-Umgebung nur einem Endnutzer zugeteilt ist und somit Kundendaten nicht vermischt oder von Dritten eingesehen werden können, gehörte die Private Cloud bei Banken bislang zu den Favoriten. Allerdings geht der technologische Trend nun zur mandantenfähigen Public Cloud über. Diese befindet sich im Besitz und Management des Betreibers, bietet aber mittlerweile eine getrennte Verarbeitung der Kundendaten. Im Vergleich ermöglicht die Hybrid Cloud die Nutzung der Plattform von mehreren Anbietern. Die Prozesse oder Dienste können also auf verschiedene Cloud-Umgebungen verteilt werden, was sie besonders attraktiv für den Finanzsektor macht. Die Variante der Hybrid- und Public Cloud nimmt weiter zu. Waren die Finanzhäuser vor drei Jahren zu 94 Prozent noch auf die Private Cloud fixiert, sind es aktuell nur noch 50 Prozent*.

Schlüssel zum Erfolg ist die richtige Strategie

Jede technische Modernisierung erfordert vor der Umsetzung Know-how, Planung und eine schlüssige Strategie. Auch der Weg in die Cloud kommt nicht darum herum. Aus diesem Grund sollten sich IT-Entscheider vorab drei grundlegende Fragen stellen: Warum wollen wir in die Cloud? Welcher Mehrwert soll mit diesem Schritt verbunden sein und welche längerfristigen Ziele werden angestrebt? Ein erfahrener IT-Partner kann für diese Diskussion hilfreich sein. Daraufhin folgt die Prüfung der bestehende Applikationslandschaft in Form einer Portfolioanalyse. Mit diesem Vorgehen erhalten alle Beteiligten ein umfassendes Verständnis der IT-Umgebung und des Workloads. Dieses Verständnis ist wiederum für die Planung der Migration und Modernisierung der einzelnen Anwendungen erforderlich.

Dass bestehende Legacy-Systeme die Finanzbranche zunehmend ausbremsen ist kein Geheimnis mehr. Auf der Suche nach einem Weg, veraltete IT-Systeme für moderne Technologien zu öffnen, rückte die Cloud zunehmend in den Fokus von Banken. Nicht zuletzt durch den Zugang zu aktuellen Technologien, bietet die Cloud für Banken mittlerweile mehr Chancen als Risiken. Sie schafft ein neues Umfeld für digitale Services und lässt Finanzhäuser gleichzeitig durch verbesserte Qualität im Kundenerlebnis punkten. Wirft man anhand aktueller Entwicklungen einen Blick in die Zukunft, wird deutlich, dass Akteure der Finanzbranche, egal ob die Riesen der Branche oder kleinere Finanzhäuser, langfristig Innovationsstärke zeigen müssen um wettbewerbsfähig zu bleiben. Cloud-Computing bietet dabei die Möglichkeit, Produktentwicklungen zu beschleunigen und Anpassungen an einen sich schnell verändernden Markt vorzunehmen.

Auch, wenn der Weg in die Cloud nicht von heute auf morgen umsetzbar ist, lässt sich mit einem offenen Mindset und einer schlüssigen Strategie der erfolgreiche Einstieg meistern.
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Link zur Zusammenfassung der PricewaterhouseCoopers-Studie „Cloud Computing im Bankensektor“ (2021): https://www.pwc.de/de/finanzdienstleistungen/cloud-computing-im-bankensektor.html

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