Plattformen soweit das Auge reicht


Der Begriff „Plattform“ wird im Rahmen der digitalen Transformation der Unternehmenswelt geradezu inflationär benutzt. Doch was ist eigentlich eine Plattform? Welcher Nutzen lässt sich daraus ziehen? Und was hat GFT im Industriebereich konkret zu bieten, wenn es um Plattformlösungen geht?

Eine Plattform ist laut Duden eine „mit einem Geländer gesicherte ebene Fläche auf hohen Gebäuden, von der aus man einen guten Ausblick hat.“ Oder, alternativ: „Eine Fläche am vorderen oder hinteren Ende älterer Straßen- oder Eisenbahnwagen zum Ein- und Aussteigen.“ So antiquiert gerade die zweite Definition auch klingen mag – sie hat Parallelen zur aktuellen IT-Welt: Plattformen sind heutzutage entweder dafür da, Kunden über verschiedene Flächen in Verkaufsprozesse ein- und auch wieder aussteigen zu lassen oder sie dienen dazu, Daten einen definierten Ein- und Austrittspunkt zu geben. Und damit wären wir bereits mitten in der Materie.

Im digitalen Business gibt es zwei Arten von Plattformen. Zum einen die Plattform als Synonym für ein digitales Ökosystem. Sie will möglichst alle Partner entlang einer bestimmten Wertschöpfungskette einbinden und wird dadurch zum multilateralen, immer weiter wachsenden Marktplatz. Zum anderen gibt es Plattformen als rein technische Fundamente, die Daten aus verschiedenen Quellen sammeln, bündeln und zur Weiterverarbeitung zur Verfügung stellen. An diese Plattformen lassen sich völlig unterschiedliche Systeme und Geräte anbinden, deren Anzahl oft kontinuierlich steigt. Damit ähneln sie dann doch wieder dem ersten Typus von Plattformen…

Wer dem Duden eine Chance gibt und weiterliest, findet auch dort Definitionen, die gut auf diese beiden modernen, digitalen Plattformtypen passen: „Eine Plattform ist ein Ort oder Personenkreis, der dem Austausch und der Verbreitung von Ideen, Anschauungen oder Produkten dient.“ Im GFT Alltag haben wir es aktuell vor allem im Banken-Bereich mit derartigen digitalen Ökosystemen zu tun, hier ist die Plattform-Ökonomie stark auf dem Vormarsch. Erfolgreiche Internethändler, die ihre Ökosysteme für Partner geöffnet haben, weisen den Weg. Immer häufiger kommt die Zahlungsdienstleistung im Servicepaket mit dem Konsumprodukt zum Kunden. Damit wird die Rolle des Intermediärs für den Zahlungsverkehr neu definiert und die Entstehung innovativer Geschäftsmodelle forciert. Banken und Finanzdienstleister, die ihren Kunden über digitale Plattformen attraktive Mehrwertangebote unterbreiten, können sich neue Erlösquellen entlang verschiedener Wertschöpfungsketten erschließen.

Die zweite modere Plattform-Definition im Duden lautet: „Eine Plattform ist eine Basis für die Entwicklung und Ausführung darauf aufsetzender Computerprogramme.“ Da heute im Rahmen des „Internet of Things“ (IoT) häufig nicht nur Programme, sondern auch Dinge wie Maschinen, Heizungen oder Fahrzeuge Daten an eine definierte Basis senden, spricht man in diesem Kontext von IoT-Plattformen. Sie sind beispielsweise nützlich, wenn es darum geht komplexe Produktionsumgebungen digital nachzubilden und damit für durchgängige Transparenz zu sorgen. Legt man definierte Regelwerke oder gar künstliche Intelligenz (KI) zugrunde, lassen sich die angeschlossenen Umgebungen über die IoT-Plattform automatisch steuern. Auf diese Weise können Firmen die vorhandenen Ressourcen effizienter nutzen, präventive Maßnahmen durchführen und wichtige Prozesse optimieren. Typische Beispiele sind Trackingsysteme bei Logistikunternehmen, automatisierte Fehlermeldungen aus dem Maschinenpark oder vollautomatisierte Produktionsabläufe.

In ihrem Alltag identifizieren die Experten von GFT mit Hilfe einer speziellen Einführungsmethodik IoT-Usecases und entwickeln schnell erste digitale Prototypen oder Proofs of Concept. So führen sie Firmen aus dem industriellen Umfeld nahezu spielerisch an das Internet of Things heran. Der Kunde kann ganz einfach Dinge ausprobieren und verschiedene Szenarien testen. Er bekommt ein Gespür für seine Daten und kann einen Business-Blueprint entwickeln – ohne finanzielle Risiken einzugehen. Beim nächsten Schritt, der Umsetzung, ist ein Projekt mit wenigen Maschinen und lediglich einfachen Dashboards ein sinnvoller Startpunkt. Nach und nach können anschließend weitere Systeme integriert und die Steuerung automatisiert werden.

Wenn es um die Auswahl der richtigen IoT-Plattform geht (es gibt mehrere hundert Angebote am Markt!), setzt GFT auf Partnerschaften, beispielsweise mit dem engen Kooperationspartner in integrierte informationssysteme GmbH. Der erfahrene IT-Dienstleister hat für Überwachungs- und Steuerungsaufgaben sowie mobile Einsatzszenarien die IoT-Plattform sphinx open online entwickelt. Sie erschließt nicht nur diverse Datenquellen, sondern verknüpft die Daten intelligent, analysiert sie und bereitet sie für den Anwender einfach, schnell und zielgerichtet auf. Informationen werden an jedem gewünschten Ort visualisiert und stehen so im Shopfloor, im Leitstand oder auf Mobile Devices zur Verfügung. So lassen sich Entscheidungen und Abläufe optimal unterstützen. Wie das in der Praxis aussieht, können Interessierte auf der Veranstaltung D2i Conference am Donnerstag in Bielefeld live erleben.