„Auch von der Bench aus kann man viel bewegen.“ Über die Herausforderungen im Arbeitsalltag eines IT’lers


Der Großteil der GFT-Mitarbeiter arbeitet in Projekten – direkt beim Kunden. Doch nicht alle befinden sich dauerhaft in einem Auftrag. Mit der BRAnDI – kurz für Bench, Research and Development Initiative – hat GFT eine Community gegründet, um sich diesem Grundproblem eines IT-Finanzdienstleisters anzunehmen. Mitarbeiter, die sich gerade nicht in einem Projekt befinden, werden dort neu herausgefordert, es kommen sogar neue Talente zum Vorschein. Um mehr über die Initiative zu erfahren, haben wir Razvan Popa, Project Leader bei GFT und Hauptverantwortlicher der BRAnDI, zum Interview gebeten.

Hallo Razvan, zunächst die Frage: Aus welcher Situation heraus entstand die BRAnDI-Initiative?

Razvan Popa, Project Leader & Hauptverantwortlicher der BRAnDI-Initiative bei GFT

Razvan: Ich beginne mal etwas weiter vorne. In den vergangenen Jahren ist GFT enorm gewachsen: Allein zwischen 2013 und 2015 hat sich die Mitarbeiterzahl so gut wie verdoppelt, mehrere Firmen wurden akquiriert. Dass so eine positive Entwicklung auch Herausforderungen mit sich bringt, ist selbstverständlich. So verlief zum Beispiel die Integration nicht immer fließend. Es dauerte, bis die neuen Kollegen in Projekte eingebunden werden konnten und der direkte Kontakt mit Kunden möglich war. Dadurch ist auch die Benchliste größer geworden. Schon immer befanden sich bei uns hochqualifizierte und gut ausgebildete Leute in der Warteschleife.

Wie ging es weiter?

Razvan: Wir wollten eine Lösung finden die uns einen Mehrwert bringt und die für alle einen Vorteil darstellt. Nicht nur die GFT, sondern auch die einzelnen Mitarbeiter sollten profitieren. Durch die große Unterstützung aus allen Abteilungen konnte uns das sehr gut gelingen. Mitarbeiter, die sich gerade nicht in einem Projekt befinden, werden eingebunden und neu herausgefordert. Das klappt hervorragend, bringt erfahrene mit neuen Kollegen zusammen und ganz neue Talente zum Vorschein. Die Zeit auf der Bench wird auf diese Weise sinnvoll genutzt, dient aber auch der Weiterentwicklung einzelner Mitarbeiter. Themen, denen im normalen Arbeitsalltag selten Zeit zugewandt wird, sollen hier bearbeitet werden.

Welchen Mehrwert hat die BRAnDI bisher geleistet? Welche Projekte wurden bisher bearbeitet?

Razvan: BRAnDI kann bereits auf die ein oder andere Erfolgsgeschichte zurückblicken. Unter anderem wurde ein internes Projekt gestartet, bei dem mithilfe der Blockchain-Technologie eine Anwendung für Feedbacks und Rückmeldungen zu internen GFT-Events erstellt wird. Während der Entwicklung bildete sich ein Team aus Developern, Scrum Mastern und Testern, die sich im Laufe der Initiative kennenlernten und später gemeinsam in ein Projekt beim Kunden eingebunden wurden. Die Initiative dient somit auch dem Teambuilding und bringt Kolleginnen und Kollegen noch enger zusammen.

Desweiteren gibt BRAnDI Onboardings zu den GFT Methodenbaukästen für Projektmanager. Zudem halten vorallem die Techies der Community interne Trainings, bei denen sie ihr tiefes Fachwissen weitergeben. Analysen der bisherigen Anwendungen sowie die Erstellung von Entscheidungsmatrixen gehören ebenfalls zu den Aufgaben von BRAnDI. Eine weitere unserer Errungenschaften war die Professionalisierung der GFT-Profile. Mit einer komplett neuen Struktur, Inhalten, Layout und Design. Die Profile sollen die Stärken und Fähigkeiten der Mitarbeiter besser in den Vordergrund rücken. Wir arbeiten an Prozessverbesserungen mit denen die Mitarbeiter mehr Unterstützung bei der Erstellung ihrer Vita bekommen. Ziel ist die Erhöhung der Qualität der Außenwahrnehmung unserer Mitarbeiter.

Du hast das Thema Teambuilding angesprochen, inwiefern fördert die BRAnDI das Zugehörigkeitsgefühl?

Razvan: Durch unsere Community wird die Zusammenarbeit des gesamten GFT Teams verstärkt. Häufig ist es der Fall, dass Mitarbeiter für ein Projekt zum Kunden geschickt werden und sich für einen bestimmten Zeitraum nicht im GFT Office befinden. Das kann auf Dauer schwierig für den Teamspirit sein. Die Idee hinter der BRAnDI-Initiative ist es, dass die Mitarbeiter nicht das Gefühl verlieren, Mitglied des GFT Teams zu sein. Wenn sie aus einem Projekt zurückkommen, sollen sie in der Community wieder einen Platz finden, durch den die Verbindung zur GFT wieder gestärkt wird. Jeder soll sich mit GFT identifizieren können.

Um was dreht es sich bei euren anstehenden Projekten und wie sehen eure Ziele für 2019 aus?

Razvan: Ziel der BRAnDI-Initiative ist es, der Community künftig noch mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und die Initiative im Unternehmen fest zu verankern. Anstehende Projekte wie die Überarbeitung des Desk-Sharing-Konzepts stehen in den Startlöchern. Nach einer Analyse und einer Entscheidungsmatrix soll hierfür eine zeit-und kostensparende Lösung gefunden werden – in Form von Echt-Zeit-Buchungen. Man darf also gespannt sein, wie wir uns in Zukunft weiter entwickeln. Frei nach dem Motto: Auch von der Bench aus kann man viel bewegen.

Vielen Dank Razvan für das tolle Gespräch und wir wünschen der BRAnDI und dir ein erfolgreiches Jahr 2019!