„Das Bild des Nerds ist Schnee von gestern“


Über den Beruf des Programmierers gibt es immer noch das ein oder andere Vorurteil. Vom Nerd, der still in seinem Kämmerchen vor sich hin arbeitet, ist da oft die Rede. In unserem Interview räumt Björn Lehnhardt, Projektmanager bei GFT, mit diesen Vorurteilen auf und erzählt, was die Arbeit bei einem internationalen IT-Dienstleister so spannend macht und warum nicht nur FinTechs „hippe“ Arbeitgeber sind.

bjoern-lehnhardt-4
Björn Lehnhardt, Projektmanager bei GFT

Björn, als Projektmanager für große IT-Projekte hast du sicherlich viele spannende Aufgaben. Wie sieht dein Alltag bei GFT konkret aus und was kann ein Berufseinsteiger, der sich für einen ähnlichen Weg entscheidet, erwarten?

Björn: In unserem Geschäft fällt es mir schwer von Alltag zu sprechen, denn in der Regel ist kein Tag wie jeder andere: Aber eben genau das macht den Reiz aus. Als IT-Dienstleister werden unsere Projekte immer direkt beim Kunden vor Ort abgewickelt.

Um einen optimalen Service zu garantieren ist ein direkter Kontakt mit den jeweiligen Fachbereichen unabdingbar. Das bringt eine gewisse Projektdynamik mit positiven wie negativen Effekten mit sich. Häufig wissen Kunden erst im Laufe eines Projekts was sie wirklich benötigen und was ein IT-Projekt für sie bedeutet. Daher gilt es von Anfang an, den Kunden auch zu fordern, miteinzubinden und aus seiner Komfortzone zu bewegen. Tägliche Meetings mit dem Kunden zur Klärung gewisser Sachverhalte sind ein Muss. In der Regel hängen technische Details und fachliche Anforderungen sehr eng zusammen. Das merken vor allem auch unsere jüngeren Berater. Diese werden von Beginn an in die Kommunikation mit dem Kunden eingebunden.

Dadurch ist unser Geschäft sehr abwechslungsreich. Und genau das können auch Berufseinsteiger in unserem Tätigkeitsfeld erwarten. Neben den klassischen, technischen Themen werden auch fachliche und kommunikative Fähigkeiten gefordert. Je nach Ausbildungshintergrund müssen Bewerber bereit sein, sich die fehlenden Skills anzueignen. Hierzu bieten der übliche Projektrahmen und die Weiterbildungsmaßnahmen der GFT perfekte Bedingungen.

Projektgeschäft heißt aber auch Termingeschäft. Und je nach Projekt ist auch mal eine Arbeitsbelastung über das herkömmliche Maß hinaus gefordert. Durch die Orts- und Projektunabhängigkeit lernt man aber auch eine Vielzahl interessanter Menschen kennen.

Welche Fähigkeiten sollten Bewerber mitbringen, die in einem sich rasant ändernden Umfeld wie der IT-Branche arbeiten möchten?

Björn: Neben einer generellen technischen Affinität, Neugierde und Begeisterungsfähigkeit für IT-Trends, sollten Bewerber in erster Linie flexibel und lernbereit sein. Das ist per se auch in anderen Branchen wichtig, aber in der IT-Branche sprechen wir von der sich am schnellsten entwickelnden Branche überhaupt. Und nur wer offen für Neues und Veränderungen ist, kann lernen.

Des Weiteren werden von IT-Beratern auch immer sogenannte „soft skills“ gefordert. D.h. neben einer gewissen Sozialkompetenz auch die Bereitschaft direkt mit dem Kunden arbeiten zu wollen. Das Bild vom Programmierer als Nerd, der still und alleine in seinem Kämmerlein sitzt ist Schnee von gestern. Von daher fördern wir auch sehr stark Weiterbildungen im Hinblick auf „soft skills“.

Zu guter Letzt sollten Bewerber neugierig sein. Zum einen auf technische Neuerungen und zum anderen auf neue Projekte und Orte. Das geht auch mit einer gewissen Reisetätigkeit einher.

Du selbst bist nun bereits seit 06 Jahren bei GFT. Wie sieht deine Karriereplanung aus und welche Möglichkeiten bietet dir das Unternehmen für die persönliche Entwicklung?

Björn: Ich verfolge keinen konkreten Karriereplan nach dem Motto „in zwei Jahren musst du diese oder jene Position innehaben“. Meine persönliche Entwicklung wurde immer durch die Tatsachen gefördert, dass ich erstens versucht habe meine Aufgaben präzise und schnell zu erledigen und zweitens immer mitgestalten wollte. Daher ist meine persönliche Weiterentwicklung wichtiger als der Plan den Karrierepfad möglichst schnell zu durchlaufen. Meine Entwicklung korreliert daher auch immer stark mit meinen persönlichen Zielen im Unternehmen. Das wissen meine Vorgesetzten und fördern mich daher gezielt.

Momentan bin ich sehr stark im Bereich Avaloq involviert und verantworte den Aufbau des Kompetenzcenters innerhalb der GFT Deutschland. Mein Ziel ist es, dieses eigenständig und selbstragend im Unternehmen zu verankern. Zum einen gilt es Expertise, Kompetenz und Knowhow aufzubauen und Freiräume für dessen Förderung gezielt zu schaffen. Zum anderen gehören der Aufbau eines Kundenstamms und die Erweiterungen der Kundenbeziehungen ebenso dazu. Meine persönlichen Ziele sind daher immer auch Teamziele. GFT hat mir schon immer die Möglichkeit geboten, mitzugestalten. Denn ich wollte immer lieber am Unternehmen als im Unternehmen arbeiten. Hier werden mir genau dieser Spielraum und die damit verbundenen Herausforderungen geboten. Denn Weiterentwicklung heißt auch immer die persönliche Komfortzone zu verlassen. GFT hat dazu genügend Möglichkeiten.

In deinen Projekten arbeitest du direkt mit GFT Kunden, also Banken und Versicherungen, zusammen. Zugegeben: Auf den ersten Blick klingt das nicht für jeden spannend. Auf den zweiten ist erkennbar: Ihr seid damit viel näher am Verbraucher dran, als zunächst angenommen. Hast du ein gutes Beispiel, wie ein GFT Projekte das Leben des ganz normalen Bürgers vereinfacht?

Björn: Oftmals betrifft uns das Leben des normalen Bürgers ja nur indirekt. Denn unsere Projekte finden ja im B2B-Bereich statt. Aber die Kunden unserer Kunden sind direkte Verbraucher und von daher hat unsere Arbeit auch immer Einfluss auf diesen. Das macht einen dann schon stolz, wenn unsere Kunden zufrieden sind und dadurch auch die Kunden unserer Kunden glücklich sind. Ein paar Jahre zurück war ich Teilprojektleiter eines großen IT-Projekts für einen großen Logistikkonzern. Hier haben wir durch eine individuelle Softwarelösung, das Identifizierungsverfahren eines Bürgers vereinfacht. Die Identitätskontrolle wird z.B. bei der Kontoeröffnung oder bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags benötigt. Durch unsere Lösung wurde der Identifizierungsprozess für den Bürger einfacher und transparenter. Und für unseren Kunden bedeutete diese Lösung ein Alleinstellungsmerkmal und eine Kostenreduktion zugleich.

Zu guter Letzt (und im Hinblick auf die GFT Welt auf dem new.New Festival:) FinTechs sind in der Finanzwelt in aller Munde und kurbeln die Innovationskraft der Branche an. Aus deiner ganz persönlichen Sicht: Welche Vorteile bringt ein Unternehmen wie GFT gegenüber einem hippen Startup, wenn ich als Bewerber vor der Wahl stehe?

Björn: Die GFT ist ja ein sehr hippes Unternehmen. Von daher sehe ich die GFT auf Augenhöhe mit modernen FinTechs was den Style-Faktor betrifft. (lacht)

Der aus meiner Sicht aber entscheidende Vorteil ist die Kombination der Mitgestaltungsfähigkeit gepaart mit den Vorteilen eines internationalen Mittelständers. Diese Kombination ist keine Selbstverständlichkeit und branchenunüblich. Konkreter meine ich damit, wer mitgestalten und Verantwortung übernehmen möchte, kann dieses auch schon mit juniorerer Seniorität tun. Das ist man eben nur von Start-ups gewohnt. Die GFT bietet hier genug Möglichkeiten. Ferner behandeln wir hier auch die gleichen hippen Themen wie FinTechs. Ginge ja auch gar nicht anders. (lacht)

Auf der anderen Seite hat man alle Vorteile eines internationalen tätigen Weltkonzerns. Damit meine ich vor allem ein internationales, modernes Arbeitsumfeld mit sehr guten Beziehungen ins Ausland, die genutzt werden können. Überdies bietet die GFT auch eine gewisse Sicherheit in Bezug auf Work-Life Balance. Denn wir schauen schon, dass unsere Mitarbeiter ihren Job und Familie in Einklang bringen können. Letzter Punkt – aber dadurch nicht minder wichtig – ist, das GFT ein harmonisches, teamorientiertes Arbeitsumfeld bietet. Man arbeitet konsensorientiert und im Fokus stehen stets das Argument und das Team. Daher arbeiten wir auch gerne mit Teamzielen, was ebenfalls eine Eigenschaft moderner Unternehmen ist.

Vielen Dank für das Interview, Björn!

Übrigens: Das GFT HR Team ist auch beim CODE_n new.New Festival vertreten. Bewerber und Interessierte können sich auf der Festivalseite informieren: Karrierestart bei GFT. Infos zu aktuellen Stellenangeboten gibt es hier.