CODE_n CONTEST // Meet the FinTechs: Buchhaltung mit Butler-Service


Die 13 Finalisten des CODE_n CONTEST Clusters „Applied FinTech“ stehen fest. Grund genug, „unsere“ Finalisten einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. In den nächsten Wochen stellen wir die aufstrebenden, jungen Unternehmen vor, die ihr Geschäftsmodell im September beim new.New Festival in Karlsruhe vorstellen werden. Den Anfang macht BuchhaltungsButler. Das Berliner Startup bietet eine Lösung für die automatisierte Online-Buchhaltung.

Logo für BlogMaximilian, was genau verbirgt sich hinter Buchhaltungs Butler? Wie ist euch die Idee dazu gekommen?

Maximilian Zielosko: Beim BuchhaltungsButler dreht sich alles um die Automatisierung von Buchhaltungsprozessen. Er ist auf die Bedürfnisse von KMUs ausgerichtet und wandelt Transaktionen und Belege automatisch in Buchungsunterlagen um.
Der Nutzer muss dabei nur seine Bankkonten verknüpfen und Belege hochladen. Anstelle von manuellem Sortieren (Belege zu Transaktion) und Buchhaltungsarbeiten, muss der Nutzer einzig die automatisch generierten Daten validieren.

„Digital Disruption“ – so lautet das Motto des diesjährigen CODE_n CONTEST. Was macht eure Lösung innovativ, was macht sie disruptiv?

Maximilian Zielosko: Wir haben versucht, ein Buchhaltungstool “out of the box” zu gestalten, das nicht nur die Bedürfnisse von Freelancern und Einzelunternehmern erfüllt, sondern auch die von KMUs, die noch mit Lexware oder DATEV arbeiten. Unser Hauptfokus liegt dabei auf der Automatisierung. Wir wollen unser Produkt nicht „überplanen“ und werden vermutlich nie all die Funktionen wie etwa DATEV haben. Aber unser Ziel ist es, 80% und mehr der Buchhaltungsarbeit, die aktuell manuell erfolgt, durch AI zu automatisieren.

Ihr seid einer der 13 Finalisten im Wettbewerbscluster „Applied FinTech“. Was denkst du, welchen Herausforderungen sich junge Unternehmen in dieser Branche stellen müssen? Und wie bewältigt ihr diese Herausforderungen?

Maximilian Zielosko: Ich denke, dass die FinTech-Branche beim Thema Digitalisierung immer noch hinter anderen Branchen liegt. Es ist eine Branche, die hauptsächlich von größeren Akteuren mit breiteren Ressourcen dominiert wird, die sich langsam den Herausforderungen der Digitalisierung bewusst werden. Auch wenn ein großes Potential für Startups da ist, auf diese Branche disruptiv einzuwirken, gibt es auch das große Risiko, von bestehenden Akteuren aus dem Markt gedrängt zu werden, sobald diese ihre Ressourcen einsetzen, um selbst etwas Innovatives zu gestalten. Dementsprechend ist Schnelligkeit absolut elementar, um in der FinTech-Branche Erfolg zu haben.


 
Wir alle wissen, das Deutsche etwas zurückhaltend sein können, wenn es um Online Banking und ihre Finanzdaten im Speziellen geht. Sagen wir, ich möchte meine Konten nicht mit eurem Tool verbinden, kann ich es trotzdem benutzen? Und wenn wir schon beim Thema Sicherheit sind: Wie garantiert ihr den Schutz von Nutzerdaten?

Maximilian Zielosko: Das ist absolut korrekt. Nicht jeder fühlt sich dabei sicher, sein Bankkonto mit der Anwendung eines Drittanbieters zu verbinden. Aus diesem Grund bieten wir zusätzlich ein Feature an, das den Upload einer CSV-Datei mit Banktransaktionen ermöglicht – so fällt die Verknüpfung mit dem Bankkonto weg.

Nichtsdestotrotz verbindet ein Großteil unserer Nutzer ihr Konto nahtlos mit unserer Anwendung, was die Fehleranfälligkeit deutlich verringert und den Komfort erhöht.

Zum Sicherheitsaspekt: Alle Daten werden in unserem Rechenzentrum in Deutschland gespeichert, das die höchsten Standards, die an Geschäftsbanken gestellt werden, erfüllt. Natürlich ist die Verbindung immer verschlüsselt und es wird regelmäßig ein Back-Up der Daten auf einem anderen Server erstellt.

Danke für das Interview, Maximilian!