Digitalisierung der Banken: FinTechs als Partner können Pluspunkte im Wettbewerb bringen


Der Innovationsdruck im Bankensektor wächst: In weniger als drei Jahren wurde PayPal zur mächtigen Bezahloption im Netz. Und mit Apple Pay, Alipay aus China oder der Google Wallet stehen die nächsten branchenfremden Player schon in den Startlöchern. Wie die Banken auf das veränderte Marktumfeld reagieren und dem Kunden ein besseres Serviceerlebnis bieten können, diskutierte eine Expertenrunde auf der CeBIT. Antworten liefern soll auch eine vor kurzem gestartete internationale GFT Studie.

Die Bandbreite an neuen digitalen Serviceangeboten ist enorm: vom Social Banking der Fidor Bank (bei der Diskussionsrunde vertreten durch Frank Schwab, CEO der Fidor TecS AG) über Anwendungen, die den Finanzalltag erleichtern (Gini, Startup aus München; Michael Maier, Head of Sales and Marketing) bis zur intelligenten Datenanalyse für die zielgerichtete Kundenansprache, wie sie GPredictive anbietet (CODE_n Finalist 2014; Björn Goerke, Geschäftsführer).

Unter den Experten herrscht Einigkeit: Länder wie Spanien, Italien, Schweden oder Norwegen sind Deutschland bei der Digitalisierung des Finanzsektors um Jahre voraus.

Trotzdem zeigen die Banken nur ein verhaltenes Interesse an Kooperationen, berichten die Manager der drei FinTechs. Die Organisationsstrukturen in den Kreditinstituten sind in erster Linie auf die Produktentwicklung ausgerichtet. Ein Umdenken in Richtung Kundenzentrierung würde im Wettbewerb wichtige Pluspunkte bringen. Die meisten Banken denken immer noch analog, obwohl vor allem jüngere Kunden längst einen digitalen Tagesablauf haben.

Kooperationen ohne Denkverbote beschleunigen den Innovationsprozess – getreu dem Motto: FinTechs haben die Ideen, Banken das Geld.

Die Automobilindustrie hat es erfolgreich vorgemacht: Eine Auslagerung von Teilen der Wertschöpfungskette an Partner wie FinTechs macht den Weg frei für das Wesentliche: das eigene Unternehmen langfristig als starke, vertrauenswürdige Marke zu positionieren. Der Druck in der Finanzbranche kommt aber nicht nur von Playern à la Google oder innovativen Startups. Auch die Kunden erkennen, dass es anders geht und erwarten von ihrer Bank eine neue Servicequalität.

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Ist dieses Szenario nur eine Momentaufnahme oder trifft es die Gesamtsituation? Um diese Frage zu klären, hat GFT eine Umfrage unter Top-Entscheidern und Banking-Experten in Deutschland, der Schweiz, Italien, Spanien, Großbritannien und Brasilien gestartet, Titel: „Erfolgsgeheimnisse des Digital Banking“. Die Expertenbefragung läuft bis zum 6. April. Teilnehmer erhalten ab Mai natürlich exklusiven Zugang zu den Ergebnissen. Hier geht’s zur Befragung: GFT Survey.