Von der Idee zum Produkt – agiles Projektmanagement als Erfolgsfaktor


Damit aus vielversprechenden Ideen erfolgreiche Produkte werden, sind durchdachte und flexible Prozesse gefragt. Informationstechnologie ermöglicht sie. Und schafft damit die Basis für Innovationen. Als erfahrener IT-Partner begleitet GFT seine Kunden auf diesem Weg. Aktuelles Beispiel: der DHL Paketkasten, ein neuer Service für Privatkunden. Für die Deutsche Post DHL sind wir hier Entwicklungs- und Wartungsdienstleister – und überzeugen dank agilem Projektmanagement mit Flexibilität und Schnelligkeit.

paketkasten
Das Frontend von www.paket.de/paketkasten

Ware bestellen, Paket empfangen, Paket versenden. Immer mehr Kunden nutzen die Möglichkeit, ihre Einkäufe online zu tätigen. E-Commerce steht hoch im Kurs. Damit Lieferung und Rücksendung noch bequemer funktionieren, geht die Deutsche Post DHL mit dem Paketkasten einen neuen Weg. Kunden können im eigenen, am Haus installierten, Paketkasten bequem ihre Pakete empfangen und Retouren-Pakete sowie frankierte Pakete versenden – einfach, sicher und zeitsparend. Ein innovatives Angebot, ganz auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten. Ermöglicht wird es durch eine intelligente, von GFT entwickelte, IT-Lösung, die den reibungslosen Ablauf aller Prozessschritte sicherstellt.

Optimaler Service für den Kunden, eingespielte Abläufe im Backend

Insgesamt mehr als 15 Schnittstellen mit 11 verschiedenen internen und externen Partnern führt das von GFT entwickelte Backend-System zusammen bis der Kunde die Pakete in seinem Paketkasten direkt vor der Haustür empfangen kann. Das Backend nimmt dabei die Bestellungen aus dem Onlinesystem entgegen. Nach der Kundenbestellung erhält der geeignete Hersteller den Fertigungsauftrag; im Anschluss an die Fertigung übernimmt der Montagedienstleister. In den Prozess eingebunden sind auch Zahlungsdienstleister und Buchhaltungssysteme. Volle Kontrolle für die Produktmanager sowie die Mitarbeiter im DHL-Service-Center bietet darüber hinaus das grafische Auftrags- und Kundenmanagementsystem – ebenfalls von GFT entwickelt.

Eingespielte Prozesse: Das von GFT entwickelte Backend-System bringt 11 verschiedene Partner zusammen. Volle Kontrolle bietet das grafische Auftrags- und Kundenmanagementsystem.
Eingespielte Prozesse: Das von GFT entwickelte Backend-System bringt 11 verschiedene Partner zusammen. Volle Kontrolle bietet das grafische Auftrags- und Kundenmanagementsystem.

Vom Pilotprojekt zum bundesweiten Rollout

Dem bundesweiten Rollout des DHL Paketkastens im Mai 2014 ging ein mehrmonatiges Pilotprojekt voraus mit Start im Oktober 2013. Kurzfristig realisierte GFT dafür die Kernfunktionalität für das Backend und Auftragsmanagement. 1.600 Arbeitsstunden in 10 Wochen. Möglich wurde der schnelle Start des Pilotprojekts durch eine individuelle Software-Lösung, die das GFT Team entsprechend unterschiedlicher fachlicher Anforderungen erstellte. Die grundlegende Technologie dabei: Spring mit Wicket.

Agiles Projektmanagement sorgte im Projektverlauf für maximale Flexibilität und Geschwindigkeit und ermöglichte die optimale Weiterentwicklung des Gesamtsystems sowie die flexible Anpassung der Teamgröße. Je nach Anforderung und Projektphase konnte das GFT Team rasch von ursprünglich vier auf heute 11 Experten ausgebaut werden. Weitere Vorteile des agilen Vorgehens: Eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, adaptive Planung und Umsetzung sowie die schnelle Abstimmung mit allen betreffenden Schnittstellen.

Um Fragen, die im Laufe der Pilotphase auftauchten, zu beantworten, wurden in monatlichen Zyklen kontinuierlich neue Funktionalitäten ausgerollt. Durch welche Funktionen wird das Produkt Paketkasten attraktiver für den Endkunden? Wo gibt es noch Hürden in der Zusammenarbeit einzelner Schnittstellen? Welche Anforderungen ergeben sich durch das Einbetten der Lösung in den Zustellablauf? Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden nach und nach Anpassungen vorgenommen oder zusätzliche Funktionalitäten hinzugefügt; darunter etwa die Berücksichtigung von Aktionsgutscheinen oder ein Mietmodell für Paketkästen als Alternative zum Kauf. Dabei erwies sich die von GFT maßgeschneidert entwickelte Software als gut dazu geeignet, die erforderlichen Anpassungen flexibel umzusetzen.

Mit dem erfolgreichen bundesweiten Start des DHL Paketkastens im Mai 2014 war schließlich ein wichtiger Meilenstein erreicht.; zudem sollen neben dem Direktvertrieb durch DHL weitere Vertriebskanäle angebunden werden. Mit einem erfahrenen Team stehen wir der Deutschen Post DHL weiter als IT-Partner zur Seite. Parallel zur Weiterentwicklung ist GFT auch Wartungsdienstleister und stellt damit den reibungslosen Betrieb des Systems sicher.

Der DHL Paketkasten: Mit agilem Projektmanagement zum Erfolg

Die Weichen für eine gelungene Etablierung eines Produkts im Markt werden oft lange vor der Markteinführung gestellt. Viele Faktoren spielen eine Rolle. Eine klare Kundenorientierung in der Entwicklung ist entscheidend. Notwendig dazu ist es, im Projektverlauf schnell und flexibel auf Marktanforderungen zu reagieren. Adaptives Planen und Arbeiten sind gefragt. Dass iterative und inkrementelle Prozesse hierfür das richtige Vorgehensmodell sein können, zeigte sich auch beim Paketkasten. Was sind die Erfolgsfaktoren?

Accept the gap: Ein Start der Entwicklung auf der Basis von Annahmen ist möglich, auch wenn noch nicht alle Details vorliegen. Finale Spezifikationen sind keine Eingangsvoraussetzung, sondern entstehen erst im Laufe der Umsetzung.

Quality first: Agilität erfordert – mehr noch als andere Ansätze – höchste Professionalität sowie Qualität im Programmieren und in der Einhaltung von Standards von Beginn an. Nur so führt die hohe Dynamik zu positiven Ergebnissen.

Automate the test: Tiefgreifende Änderungen an der Software im Monatstakt machen manuelles Testen der bestehenden Funktionalität unmöglich. Automatische Tests hingegen ermöglichen auch tiefgreifende Veränderungen ohne Kontrollverlust.

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  1. Kurt Klötzl28. August 2014

    Hallo,
    meine Idee:
    wäre es nicht sinnvoll, wenn Amazon oder alle anderen Konkurrenten es unterstützen könnten und auch sollten, daß bestellte Ware in den Paketkästen der Besteller sicher abgelegt werden in der Weise, dass

    der Kunde unter dem großen Angebot der Ware auch einen „Paketschlüssel“ mitbestellen könnte, kostenpflichtig oder als Service? Paketschlüssel als „Bestellartikel“ vom jeweiligen Anbieter?

    Dieser „Paketschlüssel“ wird in Form eines Barcodeaufklebers außen auf das zu versendende Paket mit aufgeklebt, statt in das Paket hineingegeben. Der Barcode enthält eine mehrstellige PIN,
    vom Kunden frei gewählt, an seinem Paketkasten programmiert und beim Anbieter als Artikel mitbestellt.

    Mein entwickelter Paketkasten kann diesen Code lesen und dafür sorgen, daß sich das Paketfach dann von jedem Zusteller, der das Paket in Händen hält, öffnen lässt. Auch nachfolgende Paketzusteller haben mit so einem
    „Paketschlüssel“ Zugriff, wenn sie denn ein Paket einwerfen müssen.
    Auch für Retouren geeignet, wenn Abholer den Barcode ( bei Amazon oder Konkurrenten mitbestellt) auf dem Abholauftrag hat.
    Einfacher geht es wirklich nicht…

    MfG
    Kurt Klötzl

  2. Andreas Kopp3. September 2014

    Hallo Herr Klötzl,

    vielen Dank für die Hinweise. Insgesamt eine interessante Idee. Werde ich mit Deutsche Post DHL demnächst mal drüber sprechen.

    Freundliche Grüße

    Andreas Kopp

  3. Kurt Klötzl8. September 2014

    Hallo, Herr Kopp,

    herzlichen Dank für das Interesse an meinem Vorschlag bzw. meiner Idee,
    einen Paketkastenschlüssel als Warenartikel über die Händler mit anzubieten und dadurch die Zustelldienste außen vor zu lassen.
    MFG

    Kurt Klötzl