Vorsprung durch Innovation – nur wie?


Der Begriff Innovation ist in den vergangenen Jahren zu einem omnipräsenten Buzzword mutiert. Die Marketingabteilungen dieser Welt werden nicht müde, jede noch so nichtige Weiterentwicklung ihrer Produkte und Services als Innovation anzupreisen. Die Crux dabei: Die eigentliche Idee von Innovation, die Schaffung von etwas Neuem, Wert- und Nutzbringendem, ist nach wie vor für Unternehmen aller Branchen überlebenswichtig – mehr denn je in Zeiten einer digitalen Ökonomie.

Bei GFT verfolgen wir deshalb auch weiterhin konsequent den Weg der Innovation und nehmen unsere Kunden und Partner mit auf diesem Pfad. Was sich verändert hat, ist die Weise, in der Innovation heute entsteht.

Fünf Thesen zu Innovation in der digitalen Wirtschaft

Obwohl Innovation in aller Munde ist, so bleibt sie für viele doch eine Blackbox: Was macht Innovation tatsächlich aus? Wie gestaltet man erfolgreich Innovationsprozesse? Welche Inspirationsquellen können in den Entstehungsprozess von innovativen Lösungen mit einfließen?

GFT hat fünf Thesen zusammengestellt, die sich Fragen wie diesen annehmen:

1. Innovation braucht neues Denken und eine Kultur des Scheiterns.

2. Es geht darum, das Beste an Tradition zu bewahren und in neue Kontexte zu überführen.

3. Technologische Neuerungen ziehen weitere Innovation nach sich und verändern so das große Ganze.

4. Co-Innovation veredelt lose Ideen zu neuen, digitalen Geschäftsmodellen.

5. Mitarbeiter sind Inspirationsquelle, Innovationsmotor und Multiplikator zugleich.

 

Foto: Heinz Heiss
Foto: Heinz Heiss

Podiumsdiskussion „Vorsprung durch Innovation“

Dass GFT für Innovation steht und so auch wahrgenommen wird, belegt eine Einladung, die unser Vorstandsvorsitzender Ulrich Dietz von der Stuttgarter Zeitung und Roland Berger Strategy Consultants erhalten hat. Er war in der vergangenen Woche Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zum Thema „Vorsprung durch Innovation“ – gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von Bosch, Volkmar Denner, der Vorsitzenden der Geschäftsführung von IBM Deutschland, Martina Koederitz, dem Leiter des Fraunhofer IAO, Dieter Spath und Thomas Rinn, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. Dabei ging zum Beispiel um die Rahmenbedingungen, in denen Innovation entstehen kann, und die wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen, um ihre Zukunftsfähigkeit zu erhalten.

Podiumsdiskussion: "Vorsprung durch Innovation" Foto: Achim Zweygarth
Podiumsdiskussion: „Vorsprung durch Innovation“ Foto: Achim Zweygarth

Mut zur Radikalität

„Radikalität, Kultur und Bewegung“ waren für Moderator Joachim Dorfs, Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, die drei Begriffe, die die Diskussion prägten. Sie beschreiben wesentliche Faktoren, die die Entstehung von Innovation begünstigen. Mehr noch: Der Mut zur Radikalität, eine Kultur, die auch Fehler zulässt, und die Bereitschaft, in Denken und Handeln beweglich zu sein, sind gewissermaßen Voraussetzungen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

Ulrich Dietz wies darauf hin, dass die Geschwindigkeit, in der heute neue Entwicklungen zustande kommen, extrem zugenommen hat. Diese führen oftmals zu Systembrüchen. Firmen müssen entsprechend schneller und flexibler reagieren, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Radikales Umdenken wird zur Notwendigkeit, gleichwohl dies im Gegensatz zu unserem grundlegenden menschlichen Bedürfnis nach Verlässlichkeit und Kontinuität steht.

Für Martina Koederitz müssen Unternehmen in der Lage sein, gravierende Entscheidungen zu treffen und selbst radikale Restrukturierungen durchführen, wenn sie merken, dass das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert. Aus Sicht von Thomas Rinn müssen Unternehmen, um erfolgreich zu innovieren, sich heute die Frage stellen „Was ist das richtige Produkt, am richtigen Markt zum richtigen Zeitpunkt?“. Einen globalen Trend, den Unternehmen dabei laut Volkmar Denner beachten müssen, lautet: Es geht Schritt für Schritt weg vom Besitz, hin zum Nutzen. Bei all dem wies Ulrich Dietz noch darauf hin, dass immer auch Entrepreneure benötigt werden, die bereit sind, Neues zu wagen und vor allem auch entsprechend zu investieren.