Unternehmen müssen bei der SEPA-Umstellung Gas geben


Bis in knapp einem Jahr, am 1. Februar 2014, die Richtlinien der Single Euro Payments Area (SEPA) in Kraft treten, haben Unternehmen noch einiges zu tun. Denn bis zum Stichtag müssen sie ihre internen Prozesse richtlinienkonform gestalten, sonst drohen verspätete Zahlungen und zusätzliche Kosten. Unsere SEPA-Experten haben eine App entwickelt, die Unternehmen anhand weniger Fragen zu Kundenstamm, Leistungsangebot und Zahlungsverkehr eine Einschätzung ihrer Situation liefert. Besteht Handlungsbedarf, erstellen wir gemeinsam mit unseren Kunden einen individuellen SEPA-Fahrplan.

GFT Mobile App: SEPA_Screenshot

Ein kurzer Rückblick: Seit Januar 2008 ist der einheitliche europäische Zahlungsverkehrsraum Realität: Die neue Euro-Überweisung kann für 32 europäische Länder einschließlich der Schweiz genutzt werden. Ein weiterer Schritt wurde im November 2009 mit der Einführung der SEPA-Lastschrift getan. Bis zum gesetzlich festgelegten Enddatum der Migration, dem 1. Februar 2014, werden diese beiden neuen Zahlungsverkehrsinstrumente die bislang bestehenden nationalen Überweisungs- und Lastschriftinstrumente fast vollständig abgelöst haben.

Sichtbarstes Merkmal der Umstellung sind die international gültigen Kennziffern BIC (Bank Identifier Code) und IBAN (International Bank Account Number). Sie ersetzen die bisherige Kontonummer und Bankleitzahl. Entsprechend müssen diese Informationen an allen betroffenen Stellen im Unternehmen geändert werden. Doch die Umsetzung der SEPA-Richtlinien bedeutet weit mehr als das: Sie umfasst eine ganze Reihe von weiteren Veränderungen, zum Beispiel im Hinblick auf Datenformate und Einreichungsfristen. Ein komplexes Projekt, das die unterschiedlichsten Unternehmensbereiche einschließt: Neben Buchhaltung, Treasury und Rechnungsstellung sind auch Abteilungen betroffen, die nicht vorrangig für den Zahlungsverkehr verantwortlich sind. Die Personalabteilung beispielsweise hat die Aufgabe, IBAN und BIC der Angestellten für die Gehaltsüberweisung einzuholen. Der Vertrieb muss die Kundendaten aktualisieren, gegebenenfalls neue Verträge und Formulare etablieren

Unsere SEPA-Experten unterstützen Unternehmen dabei, die wenige Zeit bis Februar 2014 optimal zu nutzen. Sie analysieren zunächst die Erfüllung der SEPA-Anforderungen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Auf dieser Basis erarbeiten sie gemeinsam mit den Kunden einen detaillierten Projektplan.

Bei allem Aufwand darf eines nicht vergessen werden: Der eigentliche Zweck der neuen Richtlinien besteht darin, den Zahlungsverkehr in Europa zu vereinfachen. Führen Unternehmen die SEPA-Umstellung professionell durch und schaffen entsprechende organisatorische und technische Rahmenbedingungen, können sie am Ende von den Vorteilen profitieren. zum Beispiel von der Optimierung interner Prozesse, wenn der komplette Zahlungsverkehr eines Unternehmens an einer zentralen Stelle gebündelt wird. Oder von dem einheitlichen Rechtsrahmen, den die SEPA-Richtlinien schaffen und der die Erschließung neuer Absatzmärkte in der Eurozone erleichtert.

Alle Beiträge von unserem Experten Bernd-Josef Kohl finden Sie auf seiner Autorenseite.