Biometrie und Handy-Technik sind vielversprechende Sicherheitsansätze


Sicherheit bei der EC-Nutzung spielt in der Öffentlichkeit eine immer größere Rolle. So kennen viele Menschen das Thema Skimming-Betrug nicht mehr nur aus den Medien, sondern haben sogar Fälle im Bekanntenkreis erlebt. Doch die Bankenwelt ist nicht untätig. Derzeit finden gleich mehrere parallele Entwicklungen statt, die das Bezahlen und Geldabheben mit der EC-Karte sicherer machen sollen. Ein vielversprechendes Verfahren ist die Biometrie. Schon heute testet die Sparkassengruppe gemeinsam mit GFT versuchsweise die Nutzung von EC-Karten, auf denen der Fingerabdruck des Kontoinhabers gespeichert ist. Am Kölner Neumarkt und in der Berliner Brunnenstraße stehen entsprechende Automaten, die von den Teilnehmern eines Versuchsprojektes gerne und ohne große Probleme genutzt werden.

Doch auch der Blick über den Tellerrand ist aus der Sicht eines Sicherheitsspezialisten lohnenswert. Hier zeigen uns einzelne Projekte aus Afrika und Asien, wie die Zukunft des Bezahlens aussehen könnte. Wo keine keine Payment-Infrastruktur mit Geldautomaten und Banken zur Verfügung stehen, entwickelt sich mehr und mehr das Handy zum Universal-Tool für alle Arten von Transaktionen. Für Sicherheit sorgen dabei die Möglichkeiten der Near Field Communication: Ein kleiner Chip im Mobiltelefon beherbergt dabei – sicher verschlüsselt – eine PIN-Nummer oder etwa den Fingerabdruck des Benutzers. Das Handy in der Nähe einer mobilen oder stationären Bezahlstation fungiert dann als Werkzeug, mit dem die Rechnungsvorgänge angestoßen werden.

Da die Handyhersteller die Technik mit vergleichsweise niedrigem Aufwand in ihre Geräte implementieren können, werden sich wohl auch in Europa entsprechende Angebote etablieren. GFT beobachtet diese spannende Entwicklung sehr genau und arbeitet auch auf diesem Gebiet an ersten, vielversprechenden Projekten. Wer weiß, vielleicht sind die Tage des Bargelds endgültig gezählt, wenn sich diese Systeme durchsetzen.

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