Bernd-Josef Kohl

Mobile Payment: Neue Runde im Wettrennen um das mobile Ökosystem

Ein frisch veröffentlichtes Whitepaper von GFT analysiert die dynamische Entwicklung in acht Key-Märkten und gibt Empfehlungen für den Finanzsektor.

Ende 2018 will die Europäische Zentralbank die Ausgabe der 500 Euro-Note stoppen. Deutsche Bank-Chef John Cryan sieht die Finanzwelt am Beginn einer Entwicklung, an deren Ende die Abschaffung von Bargeld stehen könnte. Schon jetzt sind mobile Bezahlverfahren weltweit auf dem Vormarsch. Selbst in Deutschland, wo das Bargeld traditionell eine besonders starke Rolle spielt, kann sich nach einer aktuellen Bitkom-Studie fast jeder Zweite (46 Prozent) vorstellen, in Zukunft weitgehend auf Scheine und Münzen zu verzichten. Vor einem Jahr war es noch ein Drittel.

Welche Technologien und Anbieter sind international vorn?

Mit dem frisch erschienenen Whitepaper „Mobile Payment 2016: Aktuelle Marktanalyse, Auswirkungen und Empfehlungen für den Bankensektor“ bietet GFT eine detaillierte Bestandaufnahme zur Entwicklung mobiler Bezahllösungen in acht Key-Märkten: Deutschland, Schweiz, Spanien, Italien, Großbritannien, USA, Brasilien und China. Dabei geht der Trend international zu Mobile Wallet-Lösungen, die unterschiedliche Dienste in NFC-fähigen Smartphones vereinen und dem Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten – von Remote- und Proximity-Zahlungsanwendungen über Couponing- oder Ticketing-Systeme bis zur Identitätskontrolle.

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Welche Anbieter sich durchsetzen werden, ist noch längst nicht ausgemacht. Zwar gibt PayPal momentan in den USA und einigen europäischen Ländern den Ton an, doch der Markt ist in Bewegung, zumal er verstärkt IT-Player wie Apple, Google, Microsoft oder Samsung anzieht. Android Pay ist aktuell noch auf die USA beschränkt, Apple Pay darüber hinaus auch in Kanada, Australien, China, Hongkong, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz präsent. Samsung Pay ist vor kurzem in Spanien gestartet, nachdem man schon in Südkorea, China und den USA vertreten war. Microsoft stellt seine Wallet zunächst nur ausgewählten US-Kunden zur Verfügung, möchte aber bald international durchstarten. Auch der chinesische Internetkonzern Alibaba will mit Alipay in Europa mitmischen. All diesen Lösungen ist gemein, dass sich das Geschäftsmodell auf die Monetarisierung von Kundendaten konzentriert und eine nachhaltige Vereinfachung der Customer Journey bei Bezahlvorgängen eintritt. More…

Annabelle Seibt

CODE_n CONTEST // Meet the FinTechs: Controlling nachhaltig verbessern

Aller guten Dinge sind 13! Mit dem Interview mit unserem CODE_n Finalisten Valsight geht unsere FinTech-Blogserie in die letzte Runde – bevor es nächste Woche beim new.New Festival spannend wird. Valsight befasst sich mit der Integration von Werttreibermodellen und Advanced Analytics in die traditionellen Controlling-Prozesse der Planung, des Reportings und des Forecastings. Wie das genau geht? Managing Director Khai Tran liefert die Antwort!

Was genau verbirgt sich hinter Valsight? Wie ist euch die Idee dazu gekommen?

valsight_logoKhai: Valsight ist eine SaaS-Lösung für Enterprise Performance Management und Finanzmodellierung basierend auf dem Werttreiberbaum. Der Kern unserer Software ist ein visueller Modeling-Editor mit einem starken Simulationsmotor, der für die Gestaltung von Finanzmodellen, simulationsbasierte Planungen und Prognosen mit vorhersagenden Analysen verwendet werden kann. Es macht Finanz-Controlling fokussierter und zielgetriebener, indem Prozesse transparenter, flexibler und effizienter werden. Unsere Software ist speziell auf die Bedürfnisse des Managements und Finanzanalysten zugeschnitten. Es sind keine Programmierkenntnisse erforderlich, um Finanzmodelle zu gestalten oder verschiedene Szenarien zu simulieren. „

Unserem Gründungsteam kam nach mehreren Forschungsjahren zu In-Memory-Technologie am Hasso-Platter-Institut in Potsdam die Idee zu Valsight. Die wachsende Bedeutung von Simulation und Prognosemethoden im Finanzmanagement vereint mit der Reife der In-Memory-Technologie für ultra-schnelle Kalkulationen war der ideale Ausgangspunkt. Wir haben unseren Ansatz bereits früh mit einer Fortune-500-Firma erprobt und haben uns seitdem auf die Gestaltung von modernster SaaS Software konzentriert, um Unternehmenscontrolling und Finanzmodellierung dramatisch zu verbessern.

„Digital Disruption“ – das ist das Motto des diesjährigen CODE_n CONTEST. Was macht eure Lösung innovativ, was macht sie disruptiv?

Khai: Die Idee bei Valsight ist es, traditionelle Prozesse des Controllings und der Finanzmodellierung durch Methoden wie Simulation und modernen Analysen zu verbessern. Unser Fokus liegt darauf, Geschäftskunden zu stärken, so dass sie komplexe und multidimensionale Modelle selbst erstellen können und von statistischen und vorhersagenden Funktionen profitieren können. Die größte Herausforderung ist, einen starken Fokus auf die Bedürfnisse der Finanz-Community zu haben, um sogar komplizierte Funktionen leicht und intuitiv bedienbar zu machen. More…

Jürgen Görner

GFT auf dem CODE_n new.New Festival

Nur noch vier Tage, dann öffnet das ZKM seine Tore für das CODE_n new.New Festival! Unter dem Motto „Unveiling Digital Disruption“ wird die Stadt Karlsruhe zum Dreh- und Angelpunkt für digitale Pioniere und Innovationsbegeisterte. Vom 20. bis 22. September wird CODE_n die Brücke zwischen der digitalen Welt und den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie schlagen. GFT selbst ist Schirmherr des FinTech Clusters.

Festivalbesucher dürfen ein umfangreiches und innovatives Konferenzprogramm mit renommierten Highlight-Speakern erwarten, können Vorträge und Workshops besuchen, die Innovationsbereiche mit den 52 CODE_n Finalisten und namhaften Festivalpartnern erkunden, sowie sich auf ein inspirierendes Abendprogramm freuen – inklusive der CODE_n Award Show am Abend des 21. Septembers. Von Israel über Deutschland bis in die USA – von überall her präsentieren junge Unternehmen ein aufregendes Spektrum digitaler Lösungen – unterteilt in die diesjährigen vier CONTEST Cluster Applied FinTech (mit Cluster-Pate GFT), Connected Mobility (mit Cluster-Pate HPE), Photonics 4.0 (mit Cluster-Pate TRUMPF) und HealthTech.

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Annabelle Seibt

CODE_n CONTEST // Meet the FinTechs: Bitcoins im Fokus

Über Bitcoins hört man dieser Tage nicht nur Gutes. Die Kryptowährung kommt immer wieder mit Negativschlagzeilen in die Medien. Aber jede Medaille hat zwei Seiten! Unser Applied-FinTech-Finalist Bit2Me sagt von ihrem Geschäftsmodell selbst: „Bitcoins zu kaufen und verkaufen, war nie so einfach“. In unserem Interview erzählt CEO Leif Ferreira, wie sein Startup das genau anstellt und räumt mit Vorurteilen gegenüber Bitcoins auf.

Was genau verbirgt sich hinter Bit2Me? Wie ist euch die Idee dazu gekommen?

bit2me_logoLeif: Bit2Me ist ein spanisches Unternehmen und wurde 2015 mit Fokus auf die Blockchain-Technologie gegründet. Wir haben zwei der besten Blockchain-Programmierer Europas, die im Oktober 2015 sogar die Fintech Americas Weltmeisterschaft gewonnen haben. Eine der größten Banken der Welt, die CaixaBank, hat uns letztes Jahr als bestes Startup in Spanien ausgezeichnet.

Vor einem Jahr, war die interne Frage bei uns: Können wir Banking mit Einheimischen anstelle von traditionellen Banken machen? Kann eine Bank ein Tool und kein Service sein? Es gibt Länder, da ist es teurer, ein Jahr lang ein Konto zu führen als ein Smartphone mit Internet zu besitzen. In diesem Zusammenhang haben wir erkannt, wie Banking ohne Banken funktionieren kann, ohne zwischengeschaltete Unternehmen – mit dem Nutzer im Zentrum. Wir nennen das die natürliche Evolution des Banking. Es ist eine andere Perspektive der Gestaltung.

„Digital Disruption“ – das ist das Motto des diesjährigen CODE_n CONTEST. Was macht eure Lösung innovativ, was macht sie disruptiv?

Leif: Hive ist eine mobile Anwendung, die auf eine disruptive Weise den Finanzmarkt dezentralisiert. Es entsteht ein soziales und offenes Banking-Ökosystem, das nie das Geld der Leute berührt. Es erlaubt ihnen, sich selbst zu organisieren, um ein menschliches Peer-to-Peer-Finanznetzwerk zu kreieren.

Dabei sprechen wir von einer ganz anderen Herangehensweise an das Thema Banking. Der Nutzer steht im Zentrum. Unsere Vision ist es, Nutzer die Möglichkeit zu geben, sich um dieses Netzwerk herum selbst zu organisieren – und das Ganze braucht nur unsere benutzerfreundliche App. Aus Sicht des Nutzers gibt es nur Euros, Dollars, Pesos vom Anfang bis zum Ende des Prozesses. More…

Filiz Sarah Gärtner

„Das Bild des Nerds ist Schnee von gestern“

Über den Beruf des Programmierers gibt es immer noch das ein oder andere Vorurteil. Vom Nerd, der still in seinem Kämmerchen vor sich hin arbeitet, ist da oft die Rede. In unserem Interview räumt Björn Lehnhardt, Projektmanager bei GFT, mit diesen Vorurteilen auf und erzählt, was die Arbeit bei einem internationalen IT-Dienstleister so spannend macht und warum nicht nur FinTechs „hippe“ Arbeitgeber sind.

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Björn Lehnhardt, Projektmanager bei GFT

Björn, als Projektmanager für große IT-Projekte hast du sicherlich viele spannende Aufgaben. Wie sieht dein Alltag bei GFT konkret aus und was kann ein Berufseinsteiger, der sich für einen ähnlichen Weg entscheidet, erwarten?

Björn: In unserem Geschäft fällt es mir schwer von Alltag zu sprechen, denn in der Regel ist kein Tag wie jeder andere: Aber eben genau das macht den Reiz aus. Als IT-Dienstleister werden unsere Projekte immer direkt beim Kunden vor Ort abgewickelt.

Um einen optimalen Service zu garantieren ist ein direkter Kontakt mit den jeweiligen Fachbereichen unabdingbar. Das bringt eine gewisse Projektdynamik mit positiven wie negativen Effekten mit sich. Häufig wissen Kunden erst im Laufe eines Projekts was sie wirklich benötigen und was ein IT-Projekt für sie bedeutet. Daher gilt es von Anfang an, den Kunden auch zu fordern, miteinzubinden und aus seiner Komfortzone zu bewegen. Tägliche Meetings mit dem Kunden zur Klärung gewisser Sachverhalte sind ein Muss. In der Regel hängen technische Details und fachliche Anforderungen sehr eng zusammen. Das merken vor allem auch unsere jüngeren Berater. Diese werden von Beginn an in die Kommunikation mit dem Kunden eingebunden. More…